Kaum dass mir Mona im letzten September ein Bild von dem Cardigan Sode von Hiroko Payne gezeigt hatte, war es um mich geschehen. Eine einfach wunderschön zopfige Jacke. Und nicht nur mir ging es so. Zu viert haben wir dann einen Mini-Kal ins Leben gerufen und kaum dass wir Zeit hatten, wurde die notwendige Wolle geordert. In DK habe ich kaum Wolle daheim vorrätig, also ein guter Grund einfach mal Wolle zu stöbern. Mir gefiel die Malabrigo Worsted in Velvet Grapes und so konnte nach Ankunft direkt gewickelt werden.

Der Kragen war etwas mühsam. Für jede Größe wurde die gleiche Rückenbreite vom Muster her angenommen. Die mehr aufgenommenen Maschen wurden in das Vorderteil verlegt. Nach den ersten fünf Zentimetern war ich arg unzufrieden. Auf den Schultern sollten eigentlich Zöpfe liegen, doch durch die zu wenigen Maschen im Rücken lagen diese Zöpfe eher im Rücken und führten schräg herunter. Irgendwie gefiel mir das nicht wirklich. Also wurde wieder aufgetrennt und so pi mal Daumen habe ich im Rücken mehr Maschen angeschlagen.

Schon nach ein paar wenigen Reihen gefiel mir es besser. Die Schulter-Zöpfe lagen auch auf den Schultern. Der Rest der Jacke ging dann auch wie von selbst. Eine weitere Abänderung habe ich dann an den Taschen vorgenommen. Ich habe nicht nur die Vorderseite der Tasche länger gestrickt, sondern die gesamte Jacke. Unterhalb der Arme habe ich dann die Tasche noch ein wenig angenäht.
Ich bin sehr glücklich über diese Jacke. Sie ist wunderbar kuschlig. Einziges Manko ist das Garn. Da ich diese Jacke sooo gern daheim trage, hat das Garn doch schon angefangen unter den Armen zu pillen. Ich habe zuletzt ein bisschen Peeling-Pflege betrieben und die störenden Fasern kurzerhand mit der Applikationsschere entfernt.

Nun sieht die Jacke wieder ganz passabel aus.
Mein Fazit: Diese Jacke stricke ich gern mit der Rückenanpassung nochmal, aber mit einem besser verzwirntem Garn.


