Liebes Wollschaf,
Ich habe da mal eine Frage:
Ich habe letztens einem heißgeliebtem Pullover ein neues Bündchen anstricken müssen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich heute ganz anders stricke als zu der Zeit, als ich den betreffenden Pullover nadelte, nämlich deutlich fester.
Kennt Ihr das auch?Vielen Dank an Praagelmam (das ist friesisch und bedeutet so viel wie strickende Mutter) für die heutige Frage!
Quelle: Wollschaf
Ja, ich merke durchaus einen Unterschied bei meinen Stricksachen.
Als ich mit vier Jahren das erste Mal Stricknadeln in meinen Händen gehalten habe. Damals habe ich natürlich sehr mit der Fadenspannung, dem Halten der Nadeln und der Technik als solches zu kämpfen gehabt. Ich war froh, wenn die Maschen auf der Nadel geblieben sind und ich ein einfaches Wellenmuster zustande gebracht habe. Natürlich ging dies mit der Zeit immer besser.
Nun sidn viele Jahre ins Land gegangen und ich habe festgestellt, Stricken ist wie Fahrrad Fahren, sowas verlernt frau nicht. Allerdings waren meine Anfänge doch etwas holprig. Jedoch habe ich nach ein paar Monaten meinen Rhythmus gefunden. Selbst meine Mama sagt, dass ich sehr gleichmäßig stricke (ich freue mich immer über Lob von ihr, welches Kind hat nicht seine Mutter als Vorbild?). Ich denke auch, dass ich nun, seitdem ich regelmäßig stricke auch relativ gleichmäßig in der Festigkeit geblieben bin. Ich weiß sehr genau, wie ich die Festigkeit variieren kann. Da ich viel mit der Fadenspannung arbeite, kann ich das bewusst einsetzen. Nur wenn es Abends sehr spät wird, dann kann es passieren,d ass ich unkonzentriert bin und dabei doch lockerer stricke als sonst, aber das geschieht eher selten.
PS: Wer Lust hat mir mitzuteilen, ob er auch in der Woche an einem Projekt intensiv arbeitet, dem sei mein gestriger Beitrag vom Wochen-Ufo empfohlen.


