Mittlerweile ist es Samstag Abend und heute gibt es nur Limonade ohne Bild.

Eigentlich hatte ich den Beitrag schon so gut wie fertig, doch dann passte es irgendwie doch nicht mehr, also fange ich nochmal von vorne an.
Irgendwie geistern mir in den letzten Tagen ein paar Gedanken zum Frühjahrsputz durch den Kopf.

Zum einen ist es irgendwie ja eine Art Tradition, dass vor dem Frühjahr oder in den ersten Wochen des selbigen, die Wohnung entstaubt wird. Warum das nicht auch mal mit den Projekten und der Wolle machen?

Okay, eine Art Inventur mache ich meist um den Jahreswechsel herum. Jedes Mal aufs neue schaue ich meine Wollkisten durch und überlege, ob ich wirklich jede Wolle davon noch verarbeiten mag. Derzeit ist das noch der Fall, auch wenn ich nicht so ganz genau schon weiß, was daraus werden soll/kann. Ich bin mir arg bewusst, dass ich zum einen Wollliebhaberin bin und zum anderen im puren Luxus lebe, Wolle auf Vorrat zu haben. Immer wieder kommt es bei mir durch, dass ich gerne ein bisschen, naja ein bisschen mehr weniger Wolle haben mag. Schon letztes Jahr habe ich daher versucht, meinen Wollkonsum zu verfolgen.

Es ist dabei schon arg erstaunlich, was so heraus kommt. Spontankäufe gibt es bei mir nur noch sehr selten, seit dem ich meine Listen führe. Ein bisschen ist das eine reine Selbsterpressung. Meine Listen sind in einem Tabellenkallkulationsprogramm hinterlegt. Sollte ich in einem Monat tatsächlich weniger Wollzuwachs wie -abbau haben, so erscheint dies in einem wundervollem ROT. Und dieses rot versuche ich jeden Monat zu erreichen. Das ist mir im letzten Jahr sogar 6mal gelungen. Dieses Jahr, das sieht noch nicht wirklich gut aus. Aber ich arbeite daran.

Warum geißel ich mich aber eigentlich so sehr?

Diese Frage kann ich mehrfach beantworten.

Zum einen habe wir hier nicht wirklich viel Platz und ich habe alle möglichen Ecken, die ich so nutzen konnte, mit Wolle gefüllt.

Immer wieder passiert es mir, dass ich ein wundervolles Muster sehe, aber nicht die passende Wolle in ausreichender Menge habe. Jawohl, das passiert auch bei zu viel Wolle im Haus. Was vor allem aber damit zusammen hängt, dass ich sehr viele Stränge Sockenwolle von Handfärbern mein eigen nenne. Allerdings habe ich so langsam aber sicher, diese Vorräte aufgebraucht.

Desweiteren ist es manchmal auch ein wenig belastend, so viel Wolle zu haben. Ich habe zu sehr vielen Strängen schon sehr explizite Ideen, aber mir fehlt schlichtweg die Zeit dafür. Damit komme ich auch schon zu meinem anderen Frühjahrsputzthema.

Ich habe angefangen, mich von angefangenen Projekten zu trennen, die mich nur noch belasten. So sind dem Ribbelmonster 2 Socken zum Opfer gefallen. Nicht, weil ich das Muster in Kombination mit der Wolle nicht mochte. Nein, ich habe schlichtweg zu lange daran nicht gearbeitet und mir fehlen teilweise meine Notizen dazu. Und ich habe außerdem die Befürchtung, dass ich etwas anders stricken würde, so dass das Maschenbild nicht passend ist. Ich denke, es ist so schon in Ordnung.

Auch werde ich das Projekt Ufos für 2015 beenden. Ich habe in den letzten Wochen festgestellt, dass mich die Projekte zwar reizen, aber ich im Moment andere Dinge vorziehe. So werde ich wohl das ein oder andere Projekt umsetzen, aber halt dann, wenn ich dazu wirklich Lust habe. Da ich mir mittlerweile auferlegt habe, wenn ich Wolle kaufe, muss diese auch direkt beziehungsweise zeitnah angestrickt werden, reduziert sich meine Neue-Wolle-haben-wollen-Sucht schon ganz gut.

So, was muss ich noch putzen?
Achja, meine Stricknadeln, da muss ich morgen noch mal ran. Die bisherige Aufbewahrung gefiel mir nicht wirklich. Nun habe ich eine schicke Dose, die groß genug sein sollte, für die guten Nadeln. Die preiswerten dürfen weiterhin in der Plastikdose weilen. Eventuell sollte ich mir dabei auch mal eine Liste machen, welche Nadelstärken mit welchen Seillängen ich so besitze. Das könnte den einen oder anderen Spontankauf vom Zubehör auch etwas relativieren.

Wie ihr seht, bin ich mit meinem Frühjahrsputz noch nicht wirklich fertig. Und wie sieht es bei euch aus?

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4 thoughts on “Samstagstee [#7] – und meine Gedanken”

  1. Hallo Jana,

    Schöner Beitrag. 🙂 Nur warum rot? Ich hätte die Monate wo die Wolle weniger wird in grün gemacht, nach dem Moto „weiter so“ und alle anderen rot. Schließlich wird im Leben unauffällig der Straße rot als Stopp-Signal verwendet.
    Viel Erfolg beim Zubehör-Liste erstellen, vielleicht finden nicht nur Stricknadeln ihren Weg auf die Liste, sondern auch Häkeknadeln, Maschenmarker, Reihenzähler, …;)

  2. Was du hast noch keine Liste mit deinen Nadeln mit Stärke + Seillänge?
    So eine Liste habe ich mir vor Jahren schon mal angelegt. Was nicht heißt, dass sie noch aktuell ist. *G* 😉

    LG Birga

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